RiskBlock

Projektbeschreibung
RiskBlock ist ein internationales Forschungsprojekt mit dem Ziel der Risikominimierung in temperaturgeführten Lieferketten durch die Blockchain-Technologie, welches auf deutscher Seite durch das Institut für Logistik und Unternehmensführung (LogU) der Technischen Universität Hamburg (TUHH) unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Kersten gemeinsam mit der DAKOSY Datenkommunikationssystem AG (Hamburg) bearbeitet wird. Das Logistics Institute - Asia Pacific der National University of Singapore (TLI) sowie die Container Depot and Logistics Association (Singapore) vertreten die singapurische Seite, um gemeinsam ein proaktives Risikomanagement zu ermöglichen und dahingehende Maßnahmen zu optimieren.

Durch die stark zunehmende Anzahl an temperatursensiblen Produkten ist die Notwendigkeit einer vollständig überwachten Supply Chain wichtiger denn je. Aktuell müssen sich die Beteiligten darauf verlassen, dass Containerbetreiber Temperaturabweichungen kurzfristig und korrekt an den Kunden kommunizieren. Durch den Einsatz einer Blockchain für temperaturgeführte Dienstleistungen kann die Zuverlässigkeit der Informationen validiert und ein aktives Risikomanagement unterstützt werden. Darüber hinaus ermöglicht diese Technologie sowohl kleinen, mittleren als auch großen Unternehmen die Entwicklung neuer Dienstleistungen.

Ziel des Forschungsprojektes ist es, den Einsatz der Blockchain-Technologie in Logistik und Supply Chain Management am Beispiel einer Kühlkette zu untersuchen und eine prototypische Blockchain-Umsetzung für den temperaturgeführten Seefrachttransport zwischen Deutschland und Singapur zu entwickeln. Durch Workshops und Experten-Interviews wird ein passendes Vorgehen erarbeitet, welches die Anliegen und Bedürfnisse der verschiedenen Anspruchs- und Interessensgruppen berücksichtigt.
Implikationen für kleine und mittlere Unternehmen
Abhängig vom Projekterfolg kann die prototypische Blockchain-Umsetzung für den temperaturgeführten Seefrachttransport zwischen Deutschland und Singapur als Blaupause für Organisationsform, Technik und Datenstruktur von temperaturgeführten Logistikdienstleistungen genutzt werden. Weiterhin ist davon auszugehen, dass, wenn der temperaturgeführte Seefrachttransport mithilfe der Blockchain-Technologie abgebildet wird, im nächsten Schritt auch vor- und nachgelagerte Prozesse mitaufgenommen werden. Insofern sollten sich auch Logistik-KMU, die Hinterland-Transporte von temperatursensiblen Produkten anbieten, auf eine Digitalisierung ihrer Abläufe vorbreiten. Außerdem sollten sich KMU ggf. auf einen Druck von großen Unternehmen im Markt zur Nutzung der Blockchain-Technologie oder einer vergleichbaren Technologie mit dem Ziel der vollständigen Überwachung ihrer Lieferwege einstellen. Durch die Verwendung einer solchen Technologie können jedoch auch neue Dienstleistungen entwickelt werden, wodurch sich KMU einen Wettbewerbsvorteil verschaffen können.
Zeitraum
bis
Projekt-Status
Konzept
Einsatzbereich
Dokumentation von Gütern
Einbindung von IoT-Geräten
Erhöhung der Transparenz
Nachverfolgbarkeit von Gütern
Unternehmen
Technische Universität Hamburg, DAKOSY Datenkommunikationssystem AG, National University of Singapore, Container Depot and Logistics Association Singapore
Implementierung
Unbekannt
Zuletzt geändert: 16.06.2020